Raum für Begegnung
Gemeinsam mit anderen Räume zu gestalten, in denen Begegnung möglich ist. Hierbei fühle ich mich am wohlsten. Räume, in denen sich jede:r erleben, erproben und erfahren kann. Räume, in denen wir voneinander, miteinander, übereinander lernen. Räume, in denen wir uns derer Dinge gewahr werden, von denen wir im Vorfeld nicht mal ahnten, dass sie uns beschäftigen – kurzum: Erkenntnis durch Begegnung.
Raum für Interaktion
Kommunikation ist alles: Mittel, Medium, Brücke, Konflikt, Problem und Lösung. Sie ist ein System, in dem wir uns bewegen. Eine Herausforderung, vor die wir tagtäglich gestellt sind – beruflich, wie privat. Kennen wir ihre Regeln? Ihre Besonderheiten? Die feinen Nuancen nonverbaler oder paraverbaler Kommunikation? Oder aber die Wellen, die zufällige Gespräche schlagen können? Erkenntnisse und Einsichten, die sich urplötzlich daraus ergeben? Stimmige, situations- und wesensgemäße Kommunikation regt wahren Austausch an – in uns und anderen. Es beflügelt mich Ermöglicher von Chancen zu sein, aktiv miteinander in Interaktion zu treten.
Raum für Prozesse
Das, was Gruppen beschäftigt, ist das was zählt. Es spornt mich an, Gruppen gezielt dabei zu begleiten, eigene Prozesse zu durchlaufen und dabei eigene Themen zu finden, sie anzuvisieren und zu behandeln. „Störungen haben Vorrang“ postulierte bereits Ruth Cohn in ihrem Ansatz der Themenzentrierten Interaktion (TZI). Gemeinsam an den Kern der Sache gehen und hierbei die Balance zwischen unterschiedlichen Positionen halten: Ich, Wir, Thema und äußere Rahmenbedingungen – alles steht in Wechselwirkung zueinander. Hier anzusetzen, um Strukturen und Klärung zu schaffen, das begeistert mich.
Raum für Reflexion
Aus der Gegenwart die Vergangenheit verstehen. Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen. Mit der Zukunft im Blick, die Weichen in der Gegenwart stellen. Es begeistert mich seit jeher, Reflexionsprozesse anzuregen. So stoße ich Entwicklungspotenziale an – der Grundstein für Transformation ist gelegt.
Raum für Zufälle
Wer trifft auf wen? Was geschieht? Wie ist das Wetter heute? Wieso riecht es hier nach Pfannkuchen? An wen erinnert mich diese Person? Warum erzähle ich eigentlich gerade von meiner Kindheit? Wieso kommen wir gerade von Äpfel auf Birnen? Und warum ist der Bus eigentlich zu spät?
All dies sind Zufälle, die plötzliche Geistesblitze und Erinnerungen hervor rufen können. Ihnen wohnt ein Mechanismus inne, der meine Arbeit zu einer der spannendsten macht, die es für mich gibt. Zufällig über etwas Wundervolles stolpern, wonach ursprünglich nicht gesucht wurde – Oder aber ganz beiläufig beim Abendessen die ersehnte Lösung für ein Problem zu finden. Diesen Momenten beizuwohnen, sie bei anderen zu beobachten und auch selbst zu erleben, sie in Raum und Struktur zu gießen, das macht meine Arbeit reich.